Haarausfall bei Männern

Ein Erwachsener verfügt über etwa 100.000 Kopfhaare. Diese haben verschiedene Wachstumszyklen. In der ersten Phase (Anagenphase), die 2 bis 6 Jahre andauert, wächst das Haar zwischen 1-2 cm im Monat. Anschließend folgt eine Ruhephase (Katagenphase) von etwa 3 Wochen. Nach der letzten Phase (Telogenphase), die ca. 3-4 Monate dauert, fällt das Haar unmerklich aus. Nach ca. 6 Monaten fängt an der gleichen Stelle neues Haar an zu wachsen.

Bei Menschen, die von Haarausfall betroffen sind, findet dieses neue Wachstum nur eingeschränkt oder gar nicht mehr statt. In der Regel befinden sich mehr Haare in der Wachtumsphase, als in anderen Stadien. Rund 85% der Haare sind normalerweise in der Wachstumsphase. Dichtes, schönes, gesund glänzendes Haar wird verbunden mit Jugendlichkeit und Attraktivität. Bei Millionen von Menschen ist diese Attraktivität durch Haarausfall gefährdet, sie suchen verzweifelt Hilfe gegen Haarausfall.

Die am häufigsten verbreitete Form von Haarausfall ist der erblich bedingte Haarausfall. Bei Männern beginnt er mit Geheimratsecken, die sich bis zur Halb oder sogar Vollglatze ausbreiten können. Aber auch jüngere Menschen sind von Haarausfall betroffen und suchen Hilfe. Hauptursachen für die Bildung von Geheimratsecken sind Stress, Anspannung und hohe Konzentration.

In diesen Situationen die beinah jeder westliche Mensch täglich erlebt, wird, meist völlig unbewusst, die obere Schädelmuskulatur angespannt. Die feinen Blutgefäße, die unter der Kopfhaut verlaufen, werden dadurch zusammengepresst, der Blutfluss zur Kopfhaut und auch die Sauerstoffversorgung zur Haarwurzeln werden deutlich schlechter. Gezielt in diesen Bereichen fällt dann schließlich das Haar aus.

Ein Sauerstoffmangel an den Haarwurzeln liegt meist auf dem gesamten Schädeldach vor. Deshalb endet der Haarausfall häufig nicht mit der Bildung von Geheimratsecken, sondern entwickelt sich von den ursprünglichen Geheimratsecken dann weiter über das gesamte Schädeldach. In Studien wurde festgestellt, das die Blutzufuhr im Bereich der Geheimratsecken unter Anspannung der Kopfhaut bis zu 60% und die lokale Sauerstoffversorgung der betroffenen Haarfollikel um bis zu 45% eingeschränkt wird.

Da Haarmatrixzellen die das Keratin produzieren, eine 8-Fach höhere Zellteilungsrate als normale Hautzellen haben sind diese zwingend auf eine gute Blut- und Sauerstoffzufuhr angewiesen. Eine gut durchblutete Kopfhaut ist also Grundvoraussetzung für gesunden Haarwuchs. An dieser Ursache sollte auch eine erfolgreiche Therapie gegen Haarausfall ansetzen.

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